
Die Unternehmergesellschaft (UG) ist eine beliebte Rechtsform für Gründer mit begrenztem Startkapital. Doch was kostet eine UG Gründung tatsächlich? Viele angehende Unternehmer sind überrascht, wenn sie die Gesamtkosten kalkulieren – denn neben dem geringen Stammkapital fallen weitere Gebühren an, die oft unterschätzt werden.
In diesem Artikel erhalten Sie eine transparente Übersicht über alle Kosten, die bei der Gründung einer UG anfallen, sowie Tipps, wie Sie bei der Gründung sparen können, ohne auf Qualität zu verzichten.
Bei der Frage "Was kostet eine UG Gründung" müssen verschiedene Kostenpositionen berücksichtigt werden. Die Gesamtkosten setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen, die je nach gewähltem Gründungsweg variieren können.
Der Notar ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder UG-Gründung. Die Notarkosten richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) und sind damit gesetzlich festgelegt. Für eine Standard-UG-Gründung mit einem Gesellschafter fallen in der Regel zwischen 150 und 300 Euro an.
Bei Verwendung des Musterprotokolls, das für einfache Gründungen mit bis zu drei Gesellschaftern genutzt werden kann, liegen die Notarkosten am unteren Ende dieser Spanne. Wird hingegen eine individuelle Satzung erstellt, können die Kosten höher ausfallen. Je mehr Gesellschafter beteiligt sind und je komplexer die Gesellschaftsstruktur, desto höher werden die Notargebühren.
Für die Eintragung der UG ins Handelsregister fallen Gebühren zwischen 100 und 150 Euro an. Diese Kosten werden vom Registergericht erhoben und sind ebenfalls gesetzlich geregelt. Bei Verwendung des Musterprotokolls ist die Gebühr in der Regel niedriger als bei individuellen Satzungen.
Die Anmeldung eines Gewerbes ist in Deutschland kostengünstig. Je nach Gemeinde liegen die Gebühren zwischen 15 und 60 Euro. Diese Kosten variieren regional, bewegen sich aber in einem überschaubaren Rahmen.
Das gesetzliche Mindeststammkapital einer UG beträgt 1 Euro. In der Praxis empfiehlt sich jedoch ein höheres Stammkapital, da die Gesellschaft erst dann in eine GmbH umgewandelt werden kann, wenn das gesetzliche Mindestkapital von 25.000 Euro erreicht ist. Viele Gründer wählen ein Stammkapital zwischen 500 und 2.500 Euro, um einen seriösen Eindruck zu vermitteln und die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gesellschaft zu gewährleisten.
Neben den oben genannten Grundkosten können weitere Ausgaben anfallen, die bei der Kalkulation berücksichtigt werden sollten.
Eine UG benötigt ein separates Geschäftskonto. Die Kontoführungsgebühren variieren je nach Bank erheblich – von kostenlosen Onlinekonten bis zu monatlichen Gebühren von 30 Euro oder mehr bei Filialbanken. Viele FinTech-Anbieter bieten mittlerweile spezialisierte Geschäftskonten für junge Unternehmen zu günstigen Konditionen an.
Steuerberater und Rechtsanwälte können bei der Gründung beratend zur Seite stehen. Diese Kosten sind optional, aber gerade bei komplexeren Gesellschafterstrukturen oder besonderen steuerlichen Anforderungen durchaus sinnvoll. Budgetieren Sie hierfür je nach Umfang zwischen 200 und 1.000 Euro.
Spezialisierte Dienstleister wie CompanyKing bieten Komplettlösungen für die UG-Gründung an. Solche Services übernehmen die gesamte Abwicklung – von der Erstellung der Unterlagen über die Notarterminvereinbarung bis zur Handelsregisteranmeldung. Bei CompanyKing kostet die UG-Gründung pauschal 690 Euro, was im Vergleich zu vielen Mitbewerbern ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis darstellt.
Wenn Sie alle Kostenpositionen zusammenrechnen, ergibt sich folgendes Bild für eine klassische UG-Gründung:
Gesamtsumme ohne Service-Anbieter: etwa 300–600 Euro (plus Stammkapital)
Mit professionellem Gründungsservice: Festpreise ab 690 Euro (inklusive aller Behördengebühren und Beratung)
Der Vorteil eines Komplettservices liegt nicht nur in der Zeitersparnis, sondern auch in der Rechtssicherheit und der strukturierten Abwicklung aller notwendigen Schritte.
Viele Gründer stehen vor der Entscheidung: UG oder GmbH? Die Kostendifferenz ist erheblich und oft ausschlaggebend für die Wahl der Rechtsform.
Während die UG mit minimalem Stammkapital gegründet werden kann, sind bei der GmbH-Gründung mindestens 12.500 Euro Stammkapital bei der Gründung einzuzahlen (die Hälfte des gesetzlichen Mindestkapitals von 25.000 Euro). Auch die Notar- und Registergebühren fallen bei der GmbH aufgrund des höheren Stammkapitals deutlich höher aus – oft im Bereich von 600 bis 800 Euro oder mehr.
Für Gründer mit begrenztem Kapital ist die UG daher die ideale Einstiegslösung, mit der Option, später in eine vollwertige GmbH umzuwandeln.
Bei der Frage "Was kostet eine UG Gründung" sollten auch die laufenden Kosten nach der Gründung nicht außer Acht gelassen werden:
Eine UG ist zur doppelten Buchführung verpflichtet. Die Kosten für Buchhaltung und Jahresabschluss durch einen Steuerberater variieren je nach Geschäftsumfang, liegen aber oft zwischen 1.200 und 3.000 Euro jährlich.
Ein wichtiger Unterschied zur GmbH: Die UG muss jährlich 25 Prozent des Jahresüberschusses in eine gesetzliche Rücklage einzahlen, bis das Stammkapital von 25.000 Euro erreicht ist. Diese Regelung schränkt die Ausschüttungsmöglichkeiten ein und sollte in der Finanzplanung berücksichtigt werden.
Eine UG benötigt einen offiziellen Geschäftssitz. Wer nicht die Privatadresse nutzen möchte, kann einen professionellen Firmensitz mieten – die Kosten hierfür beginnen bei etwa 20 Euro monatlich für reine Postservice-Lösungen.
Es gibt einige legitime Wege, bei der UG-Gründung Kosten zu sparen, ohne Abstriche bei der Qualität zu machen:
Für einfache Gründungskonstellationen mit bis zu drei Gesellschaftern und einem Geschäftsführer ist das Musterprotokoll eine kostengünstige Alternative zur individuellen Satzung. Es vereinfacht den Gründungsprozess und reduziert die Notarkosten erheblich.
Spezialisierte Anbieter können durch Prozessoptimierung und Skaleneffekte günstigere Konditionen anbieten als eine klassische Einzelberatung. Ein Festpreismodell bietet zudem Planungssicherheit.
Planen Sie ausreichend Zeit ein und vermeiden Sie Eilverfahren, die oft mit Aufpreisen verbunden sind. Eine gut vorbereitete Gründung läuft nicht nur kostengünstiger, sondern auch reibungsloser ab.
Für international ausgerichtete Gründer kann auch ein Blick auf ausländische Rechtsformen interessant sein. Die englische Limited beispielsweise lässt sich oft noch kostengünstiger gründen als eine UG, bringt aber andere rechtliche und steuerliche Besonderheiten mit sich. Eine fundierte Beratung ist hier besonders wichtig.
Was kostet eine UG Gründung also wirklich? Bei Eigenregie müssen Sie mit mindestens 300 bis 600 Euro an behördlichen Gebühren und Notarkosten rechnen – zuzüglich des Stammkapitals. Mit einem professionellen Gründungsservice wie dem von CompanyKing erhalten Sie für 690 Euro ein Komplettpaket, das alle wesentlichen Schritte abdeckt und Ihnen Zeit sowie potenzielle Fehlerkosten spart.
Die UG bleibt damit eine der kostengünstigsten Möglichkeiten, eine haftungsbeschränkte Kapitalgesellschaft in Deutschland zu gründen – ideal für Gründer, die mit überschaubarem Kapital starten und dennoch professionell auftreten möchten.